|
 |
Škoda Motorsport-History
Škoda seit über 100 Jahren
im Motorsport aktiv
Škoda und Motorsport – diese
Erfolgsstory begann vor über 100 Jahren. Es war ein Tag
Ende Juni 1901, als um drei Uhr in der Frühe ein einsamer,
müder Motorradfahrer namens Narcis Podsedníèek
die breiten Straßen Berlins befuhr. Der erste Laurin &
Klement Werksrennfahrer suchte verzweifelt nach einer Person,
die sein Überqueren der Ziellinie des Langstreckenrennens
Paris – Berlin dokumentieren könnte, hatte er doch
seine 2-rädrige Konkurrenz weit hinter sich gelassen. Doch
es war weit und breit kein Kommissar der Rennleitung zu sehen.
Schließlich wandte er sich an einen Gendarm, der sein
Ankommen bestätigen sollte und suchte sich dann völlig
erschöpft ein Bett. Er wurde damals zwar disqualifiziert,
doch legte er mit diesem Rennen den Grundstein für eine
bis heute 100 Jahre währende Geschichte im Motorsport für
das Haus Škoda.
|
Weit ihrer Zeit voraus hatten sich die Firmengründer
Václav Laurin und Václav Klement schon 1901 für
ein Engagement im Motorsport entschieden, kurz nach dem Produktionsstart
ihres ersten motorisierten Gefährts, einem 1-Zylinder Motorrad.
Ein kluger und mutiger Schritt, bedenkt man die Distanz von 1200 Kilometern,
die bei der Fernfahrt Paris – Berlin zu überwinden war.
1903 nahm das Werk schon an 34 Motorradrennen
teil und gewann hiervon 32. L&K’s erster Werksrennfahrer,
Václav Vondøch, stellte sich 1905 den Besten der Welt
mit einer 2-Zylinder Rennmaschine beim ersten offiziell als „Motorrad-Weltmeisterschaft“
bezeichneten Rennen in der Nähe von Paris. Nach 300 Rennkilometern
sah er als erster Weltmeister die Zielflagge. In Mladá Boleslav
stieg man 1905 in die Automobilproduktion ein und siegte schon 1906
mit einem L&K Automobil. Berühmte Fahrer wie Otto Hieronimus
und der legendäre Graf Kolowrat gewannen in den Folgejahren gegen
leistungsmäßig überlegene Fahrzeuge. L&K baute
darum 1911 einen Spezialrennwagen, dessen hochbauender 4-Zylinder
Motor aus 5672 ccm sensationelle 100 PS lieferte. Hiermit wurde man
souverän Erster bei der Alpenfahrt und der sizilianischen Targa
Florio.
Der erste Weltkrieg verordnete dem Rennsport in Europa die erste Zwangspause;
der folgende Zusammenbruch der Absatzmärkte setzte andere Pri-oritäten.
1933 meldeten sich drei 6-Zylinder Rennwagen bei der tschechischen
„Mille Miglia“ zurück, auf dem Kühlergrill trugen
sie inzwischen mit Stolz den großen Namen Škoda. Erfolge
stellten sich umgehend auf der ganzen Welt ein, erst mit einem offenen
Škoda Popular bei der Rallye Monte-Carlo 1936, dann in Afrika,
Südamerika und auf dem Balkan. Wie früher die Laurin &
Klement Wagen, so überzeugten auch die auf Serienfahrzeugen basierenden
Škodas durch ihre Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit in
materialstrapazierenden Langstreckenrennen.
Schon 1948 trat man wieder beim 24-Stunden Rennen von Spa Francorchamps
an, 1950 sogar in Le Mans, doch dann senkte sich der „Eiserne
Vorhang“ über Škodas internationales Sportengagement.
Mladá Boleslav entwickelte zwar Kompressorwagen und sogar F3
Monoposti, doch nur seriennahe Octavias zeigten der restlichen Welt
im Rallyesport 1961 und 1962, dass mit Škoda noch zu rechnen
war. Der Modellwechsel 1964 zu den Heckmotor-Typen brachte zusätzliche
Traktion auf der Hinterachse und gleichzeitig unzählige Klassensiege,
jetzt auch wieder international bei den bedeutendsten Weltmeisterschaftsläufen.
Das 1975 gebaute Sportcoupé 130 RS entwickelte sich zu einem
der erfolgreichsten Renn- und Rallyewagen in seiner Zeit und Klasse.
1981 wurde mit einem 130 RS auch die Europäische Tourenwagen-Meisterschaft
gewonnen. |
|



|
|